Xihoudu, Paläolithische Fundstelle im Kreis Ruicheng, China.
Xihoudu ist ein paläolithischer archäologischer Fundplatz, der auf einer Terrasse hoch über dem Gelben Fluss liegt und Spuren alter menschlicher Besiedlung enthält. Die Ausgrabungen förderten Steinklingen und Kratzer zutage, die aus verschiedenen Materialien wie Quarzit und Lava hergestellt wurden.
Der Fundplatz stammt aus einer Zeit vor etwa 1,8 Millionen Jahren und zählt zu den frühesten bekannten Kulturstätten des Paläolithikums in China. Die wissenschaftliche Forschung seit 1961 hat durch mehrere Grabungskampagnen kontinuierlich neue Erkenntnisse über diese lange Epoche gebracht.
Der Name des Ortes bezieht sich auf seine geografische Lage westlich eines Hauses am Fluss, wo Besucher heute die Reste alter Werkzeuge und Tierknochen sehen können. Diese Funde geben einen Eindruck davon, wie Menschen vor sehr langer Zeit in dieser Gegend lebten und mit ihrer Umgebung umgingen.
Der Ausstellungssaal vor Ort zeigt die über mehrere Jahrzehnte gesammelten Fundstücke in einer organisierten und verständlichen Weise. Der Standort auf einer Terrasse über dem Fluss ermöglicht einen guten Überblick, wobei Besucher die geografische Lage und die Bedeutung des Ortes erfassen können.
Bei den Ausgrabungen wurden Fossilien von Fischen und Bibern entdeckt, die auf das Vorhandensein großer Wasserflächen in früherer Zeit hinweisen. Diese Funde zeigen, wie unterschiedlich die Landschaft einmal ausgesehen hat und welche Tierwelt damals in der Region lebte.
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