Cao Cao Mausoleum, Friedhof in Anfeng, China
Das Cao-Cao-Mausoleum ist ein Ziegelgrab in Xigaoxue, Gemeinde Anfeng, Kreis Anyang (Henan), das etwa 15 Meter tief im Boden liegt und von oben die Form des Schriftzeichens jia (甲) hat. Es umfasst rund 740 Quadratmeter mit zwei Hauptkammern, vier Seitenkammern und Verbindungsgängen, die über einen 39,5 Meter langen und 9,8 Meter breiten Schräggang erreicht werden. Die Ausgrabungen erbrachten über 250 Fundstücke, darunter Steintäfelchen mit den Namen der Opfergaben und Gegenstände, die als persönlicher Besitz Cao Caos bezeichnet werden.
Die Grabstätte wurde 2008 entdeckt und dem östlichen Han-Kriegsherren zugeschrieben, der im Jahr 220 mit 65 Jahren verstarb. Sein politischer und militärischer Einfluss prägte die letzte Phase der Kaiserzeit und leitete die folgende Epoche der Reichsteilung ein.
Eine in Grab M2 gefundene Steinplatte trägt das Motiv der „Rache der sieben Töchter“, ein han-zeitliches Bildthema, das sonst aus dem Wu-Liang-Schrein und den Reliefs des Grabes von Yinan bekannt ist. Die Erzählung ist nur als Bild erhalten, ihr Text ging verloren. Sie spiegelt einen Wertewandel: Cao Caos Herrschaft verbot die Blutrache, die die han-zeitliche Ethik als Kindespflicht pries.
Das zugehörige Museum eröffnete im April 2023 und präsentiert Fundstücke aus den Ausgrabungen sowie Informationen zur Entdeckungsgeschichte. Der Besuch umfasst sowohl Ausstellungsräume als auch Bereiche, die Einblick in die Arbeit der Archäologen geben.
Bei den Grabungen fanden Experten drei Skelette, darunter einen Mann in den Sechzigern und zwei Frauen, sowie 250 Objekte aus der Zeit. Die Funde liefern seltene materielle Hinweise auf Bestattungspraktiken der späten Han-Epoche in dieser Region.
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