Pagoda of Xiuding Temple, Buddhistische Pagode am Berg Qingliang, Kreis Anyang, China
Die Pagode des Xiuding-Tempels ist eine einschiffige quadratische Backsteinpagode von etwa 20 Metern Höhe mit achteckigem Sockel und hohlem Kern; ihre Südseite öffnet sich durch eine Bogenpforte. Ihre vier Wände sind mit 3.775 Reliefziegeln in 72 Mustern verkleidet, die mehr als 300 Quadratmeter bedecken, wobei jede Wand als vollständiges Vorhangmotiv gestaltet ist.
Der Tempel wurde 494 als Tiancheng-Tempel gegründet, unter den Nördlichen Qi in Heshui umbenannt, unter den Nördlichen Zhou zerstört und in der Sui-Zeit als Xiuding-Chan-Tempel wiederaufgebaut. Die erhaltene Pagode stammt aus der Tang-Zeit: Eine Inschrift von 758 und eine von 870 sichern die Datierung, Thermolumineszenz datierte die Reliefziegel auf etwa 1300 Jahre. Der Tempel wurde Ende der Qing-Zeit aufgegeben.
Die Ziegelwände zeigen geschnitzte Motive mit buddhistische Szenen, chinesische Symbole und Tänzer aus nicht-Han-Kulturen, die die kulturelle Vielfalt der Tang-Zeit widerspiegeln. Wer genau hinschaut, erkennt in diesen Details die Offenheit dieser Epoche gegenüber verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Der Ort ist am besten besucht, wenn man früh am Morgen kommt, um die Details der geschnittenen Ziegel bei guter Beleuchtung zu sehen. Die Anfahrt von der Stadt Anyang erfolgt über Landstraßen, daher ist eine eigene Anreise oder ein lokaler Führer empfehlenswert.
Die Fassade besteht aus speziell geformten Ziegeln, die zu Quadraten, Rauten, Fünfecken und Dreiecken arrangiert sind und geometrische Muster bilden. Diese handwerkliche Meisterleistung zeigt, wie Baumeister der Tang-Zeit ihre technische Kreativität in der Backsteinkonstruktion ausdrückten.
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