Dayun Temple, Buddhistischer Tempel in Shanxi, China
Der Dayun-Tempel liegt im Dorf Shihui, Gemeinde Beidanche, Kreis Pingshun, Changzhi, Shanxi, im Tal des Zhuozhang-Flusses. Seine Buddha-Halle, drei Joche breit und sechs Sparren tief unter einem einschiffigen Walmdach, ist eines der wenigen erhaltenen Gebäude der Fünf Dynastien in China; die sechs Meter hohe Pagode der Sieben Schätze, ursprünglich siebengeschossig, steht südwestlich des Tempels.
Der Mönch Fengjing aus Youzhou gründete den Tempel 938, im dritten Jahr Tianfu der Späteren Jin, als strohgedeckte Einsiedelei namens Xianyan Yuan. Ab 940 entstanden eine Buddhahalle und die Abtswohnung, 954, im ersten Jahr Xiande der Späteren Zhou, kam die Pagode der Sieben Schätze hinzu. 983, im achten Jahr Taiping Xingguo der Nördlichen Song, wurde er in Dayun Chan Yuan umbenannt; unter Ming und Qing wurde er instand gesetzt.
Der Name wechselte mit den Dynastien: 938 als Xianyan Yuan gegründet, auch Dayun Si genannt, wurde er 983 unter den Nördlichen Song in Dayun Chan Yuan umbenannt. Der Mönch Fengjing predigte ab 946 im Abtsraum. Berühmt ist der Tempel für seine Wandmalereien aus den Fünf Dynastien, die einzigen erhaltenen Tempelmalereien dieser Zeit in China.
Der Tempel liegt zwischen den Städten Changzhi und Jincheng und ist über Wanderwege erreichbar, die durch die umliegenden Berge führen. Geführte Rundgänge erklären die künstlerischen Werke aus verschiedenen Epochen und die Bauweise des Komplexes.
Die Buddha-Halle bewahrt das früheste bekannte Beispiel eines pupaifang, eines waagerechten Balkens auf den Säulenköpfen. Frühere Baumeister der Tang- und Fünf-Dynastien setzten den Kapitellblock direkt auf die Säule; hier wurde ein Auflagerbalken ergänzt, sichtbar über den 18 Säulen. Die Halle nutzt zudem die Säulenreduktion und lässt nur zwei innere Pfeiler stehen.
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