White Pagoda of Ji County, Buddhistische Pagode im Bezirk Jizhou, China.
Die Weiße Pagode von Ji County ist ein achteckiger Turm aus Ziegel und Stein von 30,6 m Höhe, 300 m südlich des Dule-Tempels, zu dem er einst gehörte. Der Sockel verbindet Granitlagen mit einem ziegelnen Sockel in Holznachahmung, dessen Bogenfelder Reliefs tanzender und musizierender Figuren tragen. Über drei Ziegeltraufen mit Bronzeglocken folgen eine Kuppel, dreizehn Ringe und eine Bronzespitze.
Die Radiokarbondatierung des Holzes im Bauwerk verlegt seinen Ursprung in die Sui-Dynastie, über 1400 Jahre zurück. 1058, im vierten Jahr der Liao-Ära Qingning, wurde es im Liao-Stil wiederaufgebaut und später unter den Ming-Kaisern Jiajing, Longqing und Wanli sowie unter dem Qing-Kaiser Qianlong repariert. Das Tangshan-Erdbeben von 1976 riss den Turmkörper durchgehend auf; 1983 folgte eine große Verstärkung.
Die Namen der Pagode erinnern an ihre Vergangenheit: Als Turm der Kommandantur Yuyang bezeichnet, wurde sie nach dem Bau eines Guanyin-Tempels vor ihr im Jahr 1533 (12. Jahr der Ming-Ära Jiajing) als Weiße Pagode des Guanyin-Tempels bekannt. Die Südseite hat eine Tür mit einer Buddhannische; die drei anderen Seiten tragen gemauerte Scheintüren, und die vier übrigen Seiten zeigen Reliefs mit buddhistischen Versen: „Alle Phänomene entstehen aus Ursachen“.
Die Pagode steht im Südwesten des Stadtgebiets von Jizhou, etwa 300 m südlich des Dule-Tempels, auf derselben Nord-Süd-Achse wie dessen Guanyin-Halle. Vom Dule-Tempel aus ist sie zu Fuß erreichbar. Beim Erdbeben von Tangshan 1976 beschädigt, wurde sie 1983 verstärkt; das heute sichtbare Mauerwerk stammt aus dieser Wiederherstellung.
Liang Sicheng untersuchte die Pagode 1932 und bemerkte, dass der Blick des Buddha aus der Guanyin-Halle des Dule-Tempels direkt auf sie fällt; die Pagode stehe demnach auf der Nord-Süd-Achse des Tempels, Teil eines vor tausend Jahren angelegten Stadtplans.
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