French legation in Beijing, Historische diplomatische Anlage im Gesandtschaftsviertel in Peking, China
Das Französische Generalkonsulat ist ein ummauerter Komplex mit europäischen Bauten und angelegten Gärten im Herzen des diplomatischen Viertels von Peking. Der Ort beherbergt heute ein französisches Kulturzentrum, das regelmäßig Ausstellungen zur sino-französischen Geschichte zeigt.
Der Komplex wurde während der 55-tägigen Belagerung durch den Boxeraufstand 1900 zur Zuflucht für internationale Diplomaten und chinesische Christen. Dieses Ereignis markierte einen Wendepunkt in der Beziehung zwischen ausländischen Mächten und dem Qing-Reich.
Die Gebäude zeigen französische Architekturelemente, die mit lokalen Bautechniken aus der späten Qing-Zeit verbunden sind. Man sieht an den Fassaden und Innenräumen, wie europäische und chinesische Handwerkstraditionen zusammengebracht wurden.
Der Ort ist leicht zu Fuß erreichbar und liegt zentral im diplomatischen Viertel mit guter Orientierung. Die Gärten und Ausstellungen können gemächlich erkundet werden, wobei man bequem mehrere Stunden verbringen kann.
Der Komplex funktionierte wie ein unabhängiger Staat mit eigenem Postdienst, eigener Polizei und eigener Gerichtsbarkeit außerhalb der chinesischen Kontrolle. Diese Autonomie existierte bis 1945 und schuf einen eigenartigen Mikrokosmos innerhalb der Stadt.
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