Lüdenscheid, Industriestadt im Märkischer Kreis, Deutschland
Lüdenscheid ist eine Kreisstadt im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen, eingebettet zwischen den Flusstälern von Lenne und Volme auf rund 420 Metern Höhe. Die Stadt erstreckt sich über bewaldete Hügel und flache Hochebenen, auf denen Gewerbegebiete und Wohnsiedlungen ineinander übergehen.
Die Siedlung entstand im 9. Jahrhundert als fränkischer Hof und erhielt 1278 die Stadtrechte vom Grafen von Altena. Im Mittelalter trat sie der Hanse bei und entwickelte sich durch Eisenverarbeitung zu einem frühen Zentrum der Metallindustrie.
Die evangelische Erlöserkirche im Zentrum bewahrt ihren romanischen Turm aus dem 11. Jahrhundert, der heute das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt darstellt. Rund um den Alten Markt zeigen historische Fachwerkhäuser die frühere Bauweise der westfälischen Bergstadt.
Die Altstadt liegt auf einem Bergrücken über den Tälern und ist über mehrere gewundene Auffahrten erreichbar, die oft durch Wälder führen. Parkplätze befinden sich am Rand der Innenstadt, von wo aus die Fußgängerzone und die Kirche zu Fuß erreicht werden können.
Das Wasserschloss Neuenhof aus dem späten 17. Jahrhundert steht südlich des Zentrums auf einer künstlichen Insel inmitten eines Teichs. Das barocke Herrenhaus mit seiner rechteckigen Anlage und den erhaltenen Wirtschaftsgebäuden zeigt die ländliche Adelsarchitektur des Sauerlands.
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