Ruhrort, Hafenviertel in Duisburg, Deutschland
Ruhrort liegt an der Mündung von Rhein und Ruhr und beherbergt das größte Binnenhafensystem Europas mit etwa 40 Kilometern Kais. Der Hafen erstreckt sich über mehrere Becken und Anlegestellen, wo ständig Schiffe und Lastkähne beladen und entladen werden.
Der Ort entstand 1371 als Zollstation und erhielt 1551 die Stadtrechte, was sein Wachstum als Handelsplatz beschleunigte. Eine lokale Schiffergilde, gegründet 1665, organisierte den Transport von Kohle aus dem Ruhrtal und legte damit den Grundstein für die spätere Hafenentwicklung.
Das Deutsche Binnenschifffahrtsmuseum zeigt in einem ehemaligen Hallenbad historische Schiffe und Gegenstände aus der Schifffahrtsgeschichte. Die Sammlung vermittelt, wie sehr die Menschen hier seit langem vom Flussverkehr geprägt werden.
Die Gegend ist mit Straßenbahnen und Bussen gut erreichbar und bietet viele Blicke auf die Hafenaktivitäten vom Wasser aus. Am besten erkundet man die Uferpromenaden zu Fuß, um die Arbeit der Lastkähne und Frachtschiffe aus nächster Nähe zu beobachten.
Der Hafen verarbeitet einen großen Teil der Direktgüterzüge aus China, die nach Westeuropa kommen, und bleibt damit einer der wichtigsten Drehscheibenhäfen. Diese Rolle macht ihn zu einem zentralen Punkt im globalen Handelsnetzwerk zwischen Asien und Europa.
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