Augustinerchorfrauenstift Stuben, Augustinerklosterruinen im Moseltal, Deutschland
Kloster Stuben ist die Ruine eines Augustiner-Chorfrauen-Stifts auf einer Halbinsel bei Bremm an der Mosel. Erhalten sind nur die Außenmauern der Kirche, 45 Meter lang und 10 Meter breit; die Westwand fehlt, das Innere liegt offen unter freiem Himmel. Das Gelände des ehemaligen Klosters wird heute als Weinberg der Einzellage Abtei Kloster Stuben genutzt.
Der Adlige Egelolf übergab Abt Richard I. von Springiersbach auf Wunsch seiner Tochter Gisela, der ersten Äbtissin, sein Burghaus, eine Kapelle und Besitzungen auf der Landzunge bei Bremm. Erzbischof Albero von Trier bestätigte die Gründung 1137 und beschränkte den Konvent auf 100 Frauen. 1208 schenkte Ritter Heinrich von Ulmen die aus Konstantinopel mitgebrachte Staurothek; 1685–1687 wurden Klosterkirche und Kreuzkapelle neu erbaut, 1802 das Stift aufgehoben.
Der Name Stuben leitet sich von „stuba“ ab, einem beheizbaren Raum oder kleinen Haus, in dem die Nonnen wohnten; der lateinische Name lautete „sorores de insula beati Nicolai in Stuppa“, Schwestern auf der Nikolausinsel in Stuben. Das Siegel zeigte das Stubener Kreuz, den hl. Nikolaus und das byzantinische Doppelkreuz, das auch auf der Staurothek zu sehen ist. Seit 1959 steht die Reliquie im Mittelpunkt des von Bischof Wilhelm Kempf gestifteten Kreuzfestes.
Die Kirchenruine liegt auf einer Halbinsel bei Bremm an der Mosel, und das Gelände des ehemaligen Klosters wird heute als Weinberg der Einzellage Abtei Kloster Stuben genutzt. Von der Kirche stehen nur noch die Außenmauern, 45 Meter lang und 10 Meter breit; die Westmauer fehlt ganz, sodass das Innere offen unter freiem Himmel liegt. Die Anlage ist Station von Wanderwegen an der Mosel bei Bremm.
Das Siegel des Stifts zeigte das Stubener Kreuz, den hl. Nikolaus und das byzantinische Doppelkreuz, das auch auf der Staurothek zu sehen ist. Diese Reliquientruhe mit einem 7 mm dünnen Splitter des Wahren Kreuzes, den der Ritter Heinrich von Ulmen vom vierten Kreuzzug aus Konstantinopel mitbrachte, befindet sich heute im Diözesanmuseum Limburg und steht seit 1959 im Mittelpunkt des von Bischof Wilhelm Kempf gestifteten Kreuzfestes.
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