Neandertal, Prähistorisches Tal in Erkrath und Mettmann, Deutschland
Neandertal ist ein Tal entlang des Flusses Düssel zwischen Erkrath und Mettmann in Nordrhein-Westfalen. Die Landschaft wechselt zwischen offenen Wiesen am Flussufer und bewaldeten Hängen, die sich sanft bis auf etwa 100 Meter erheben.
Im Jahr 1856 fanden Steinbrucharbeiter in einer Kalksteinhöhle fossile Knochen, die später als Überreste einer frühen Menschenart erkannt wurden. Diese Entdeckung gab dem Neandertaler seinen wissenschaftlichen Namen und veränderte das Verständnis der menschlichen Evolution grundlegend.
Das Tal trägt den Namen von Joachim Neander, einem Theologen aus dem 17. Jahrhundert, der hier predigte und Kirchenlieder verfasste. Wanderer folgen heute seinen Spuren durch Wiesen und Wälder, die damals seine Inspiration waren.
Markierte Wanderwege und Radstrecken führen durch das Tal und verbinden beide Orte über flaches Gelände am Fluss und steilere Abschnitte an den Hängen. Infostationen entlang der Routen erklären Geologie und Naturgeschichte für Besucher jeden Alters.
Der ursprüngliche Fundort der Fossilien verschwand durch fortschreitenden Kalkabbau bereits im 19. Jahrhundert vollständig. Forscher mussten die genaue Lage der Höhle später anhand alter Karten und Skizzen rekonstruieren.
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