Neandertal, Geschütztes Kalksteintal in Erkrath, Deutschland
Das Neandertal ist ein geschütztes Kalksteintal in Erkrath, das sich über das Düsseltal erstreckt und Kalksteinfelsen, dichte Buchenwälder und geologische Schichten aus dem Devon aufweist. Die steilen Hänge und die Flusslandschaft prägen das Aussehen dieser Schlucht.
Die Entdeckung von Skelettfragmenten aus der Gattung Homo neanderthalensis im Jahr 1856 in der Kleinen Feldhofer Grotte machte diesen Ort zum Ursprungsort der Paläoanthropologie. Diese Funde veränderten grundlegend das wissenschaftliche Verständnis der menschlichen Entwicklung.
Das Tal verdankt seinen Namen Joachim Neander, einem Geistlichen des 17. Jahrhunderts, der beim Wandern durch die Landschaft religiöse Gesänge komponierte. Besucher können heute noch an den Orten gehen, die ihn inspiriert haben.
Das Tal bietet Wanderwege entlang des Flusses und durch die Wälder, wobei festes Schuhwerk auf den unebenen Pfaden empfohlen wird. Ein Museum in der Nähe zeigt Fundstücke und bietet mehr Kontext zum historischen und geologischen Wert des Ortes.
Das Gebiet war 1921 Deutschlands erstes offiziell ausgewiesenes Naturschutzgebiet und erhielt diese Anerkennung aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung. Die Schlucht war somit Vorreiter für den Naturschutz im Land.
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