Zinkoxydhütte Oker, Zinkverarbeitungsanlage in Goslar, Deutschland
Die Zinkoxydhütte Oker ist eine ehemalige Metallfabrik am nördlichen Rand des Harzes in Goslar, nahe am Fluss Oker in Niedersachsen. Das Gelände umfasst mehrere Industriegebäude, deren Erhaltungszustand unterschiedlich ist, sowie ein ehemaliges Verwaltungsgebäude, das noch besucht werden kann.
Der Betrieb wurde 1909 vom Unternehmer Hermann Pape gegründet und entwickelte Verfahren zur Zinkoxidgewinnung, die lange Zeit wirtschaftlich erfolgreich waren. Die Fabrik stillschweigend erst in den späten 1980er Jahren, als wirtschaftliche Schwierigkeiten zum Konkurs führten.
Die Anlage spiegelt das Handwerk wider, das über Generationen hinweg in der Harzregion gepflegt wurde und die lokale Wirtschaft prägte. Besucher können an den Gebäuden ablesen, wie eng Metallindustrie und Gemeindeleben miteinander verwoben waren.
Der Zutritt ist am ehemaligen Verwaltungsgebäude möglich, während man die übrigen Industriestrukturen von außen betrachten kann. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und Zeit für einen langsamen Rundgang einzuplanen.
Das Besondere an dieser Anlage war, dass sie Zinkoxid aus Abfallprodukten von anderen Hüttenwerken gewann und diese Rohstoffe dann an Farben- und Chemiefabriken lieferte. Dadurch spielte sie eine versteckte, aber wichtige Rolle in einem größeren industriellen Netzwerk der Region.
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