Zitadelle Spandau, Renaissancefestung in Haselhorst, Berlin, Deutschland.
Die Zitadelle Spandau steht auf einer künstlichen Insel am Zusammenfluss von Havel und Spree und zeigt hohe Verteidigungsmauern sowie vier vorspringende Bastionen. Die Anlage bildet ein geschlossenes Viereck mit Innenhof, Gebäuden aus rotem Backstein und einem mittelalterlichen Turm, der älteste erhaltene Bauteil des Ortes.
Der Bau der Festung begann 1594 unter den Architekten Francesco Chiaramella de Gandino und Rocco Guerrini und ersetzte eine ältere mittelalterliche Anlage aus dem Jahr 1157. Die Zitadelle diente über Jahrhunderte als militärischer Stützpunkt und später als Munitionslager bis ins zwanzigste Jahrhundert.
Die Festung beherbergt heute etwa vierzig Künstlerateliers im sogenannten Haus 4, wo Besucher oft den Kunstschaffenden bei der Arbeit begegnen. Im Zeughaus werden bedeutende Skulpturen aus Berliner Parks aufbewahrt, die einst öffentliche Plätze schmückten und nun vor Witterungsschäden geschützt sind.
Besucher können die Anlage auf eigene Faust erkunden oder an Führungen teilnehmen, die durch die Kasematten und auf die Bastionen führen. Der Innenhof wird im Sommer für Konzerte und Veranstaltungen genutzt, während mehrere Ausstellungsräume ganzjährig zugänglich sind.
In den Wintermonaten wird die Festung zu einem natürlichen Schutzraum für etwa zehntausend Fledermäuse, die in den alten Gewölben und Mauerritzen überwintern. Biologen und Naturschützer überwachen die Kolonie regelmäßig und halten Teile der Anlage in dieser Zeit für Besucher gesperrt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.