Grugahalle, Mehrzweckhalle in Essen, Deutschland.
Die Grugahalle ist ein Mehrzweckgebäude mit Betonstruktur in Essen, das sich am Rand des Botanischen Gartens Grugapark befindet. Die Anlage kann für verschiedene Veranstaltungen umgestaltet werden und bietet Platz für unterschiedliche Formate von Konzerten bis zu Tagungen.
1955 beschloss der Rat, die Halle auf dem Fundament der im Krieg zerstörten Ausstellungshalle V zu errichten, die Josef Rings 1927 für Krupp gebaut hatte; der nicht tragfähige Untergrund machte die Wiederverwendung günstiger als ein neues Fundament. Baubeginn war Oktober 1956, eröffnet wurde sie am 25. Oktober 1958 durch Oberbürgermeister Wilhelm Nieswandt. Nach Modernisierungen 1988 und 1995 und Abrissdebatten in den 1990er Jahren wurde sie am 26. Oktober 2000 unter Denkmalschutz gestellt.
Der Name der Halle stammt von der Großen Ruhrländischen Gartenbau-Ausstellung 1929 und 1952. Ab 1959 fanden hier die Essener Jazztage mit Ella Fitzgerald, Oscar Peterson und dem Dave Brubeck Quartet statt, von 1959 bis 2019 gastierte jährlich die Eisrevue Holiday on Ice. Die ersten Löwen von Radio Luxemburg wurden am 30. April 1959 hier verliehen.
Die Halle liegt am Rand des Botanischen Gartens Grugapark, direkt neben dem Messegelände der Messe Essen, und ist zu Fuß vom Park aus erreichbar. Der Zugang richtet sich nach den Veranstaltungen; das Programm sollte vor der Anreise geprüft werden. Die Baumaßnahmen laufen weiter: Foyer und Kassenbereich wurden im März 2025 fertig, das große Foyer unter dem Konzertsaal ist ab 2027 vorgesehen.
Bill Haley and His Comets spielten am 28. Oktober 1958, drei Tage nach der Halleneröffnung, unter Aufsicht von über 200 Polizisten. Nach Jazz von Kurt Edelhagens Bigband standen Zuschauer auf, um zu tanzen; die Polizei verwies sie auf ihre Plätze. Einige Stühle und Scheiben gingen zu Bruch.
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