Grugaturm, Aussichtsturm im Stadtteil Rüttenscheid, Essen, Deutschland.
Der Grugaturm ist ein 29 Meter hoher Turm in Stahlskelettbauweise im Grugapark, 1928 vom Architekten Paul Portten in Anlehnung an den Bauhausstil entworfen und 1929 in 19 Tagen Bauzeit fertiggestellt. Seine Seiten- und Rückwände waren mit Heraklith-Leichtbauplatten ausgefacht; oben liegt eine leicht auskragende Aussichtsplattform von 30 Quadratmetern Grundfläche, die über eine Treppe mit etwa 100 Stufen erreichbar ist. Eine stilisierte Tulpe, das Logo des Parks, krönt den Turm.
Der Turm wurde 1929 für die Große Ruhr-Gartenschau errichtet und erstaunlicherweise in nur 19 Tagen fertiggestellt. Später wurde er zur Reichsgartenschau 1938 mit einer ovalen Plattform erweitert und modernisiert.
Der Turm war einst ein wichtiger Ort, wo Musik- und Nachrichtensendungen verbreitet wurden, als Radios noch selten in Haushalten zu finden waren. Dies machte ihn zu einem Symbol der modernen Kommunikation seiner Zeit.
Der Turm ist seit 1987 wegen des schlechten Zustands seiner Stahlkonstruktion für die Öffentlichkeit gesperrt, die 2000 begonnene Renovierung ist bis heute nicht abgeschlossen. Besucher können ihn im Grugapark nur von außen betrachten; die rund 100 Stufen zur Plattform und der 1938 angebaute Aufzug sind außer Betrieb.
Ein stilisiertes Tulpendesign, das von dem Künstler Jo Pieper entworfen wurde, wurde 1952 für die Zweite Gruga-Ausstellung auf der Turmspitze installiert. Dieses kunstvolle Detail ist heute noch sichtbar und verleiht dem Bauwerk einen unerwarteten künstlerischen Akzent.
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