Siechenkapelle, Kirchengebäude in Essen
Die Siechenkapelle ist ein kleine Kirche in Essen-Rüttenscheid, die zwischen 1426 und 1445 erbaut wurde. Das Gebäude hat einen rechteckigen Grundriss mit Satteldach, verputzte Steinmauern und ein kleines Glöckchen und war ursprünglich Teil eines Komplexes zur Betreuung von Leprakranken.
Die Kapelle wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut, um Leprakranken und anderen schwer erkrankten Menschen spirituelle Unterstützung zu bieten. Nach Jahrhunderten der Nutzung wurde das Gebäude im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, aber zwischen 1950 und 1951 von der lokalen katholischen Gemeinde wiederaufgebaut.
Der Name Siechenkapelle verweist auf ihre ursprüngliche Aufgabe als Gebetsort für Leprakranke und andere schwer erkrankte Menschen. Heute zeigen die schlichten Steinmauern und einfachen Fenster noch immer, wie die Gemeinde damals für ihre verwundbarsten Mitglieder sorgte.
Der Kapelle kann man zu Fuß durch die Straßen von Rüttenscheid erreichen, sie liegt in der Nähe von Wanderrouten und Grünflächen. Der Innenraum ist klein und schlicht, mit wenigen Bänken und gedimmtem Licht, daher eignet er sich am besten für ruhige, kurze Besuche.
Eine kleine Bronzeglocke aus dem Jahr 1738 hängt noch immer in der Kapelle und wurde 2012 nach ihrer Reparatur wieder aufgehängt. Der neue Altar wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus Trümmern und zerstörten Objekten zusammengebaut, um alte Traditionen mit neuer Kunst zu verbinden.
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