Zeche Graf Bismarck, Steinkohlenbergwerk und Kulturdenkmal in Gelsenkirchen, Deutschland.
Zeche Graf Bismarck ist ein Bergbaukomplex im Ruhr-Gebiet mit mehreren Schachten und ausgedehnten Stollensystemen, die dem Kohleabbau dienten. Die Anlage umfasste spezialisierte Gebaude fur Verarbeitung und Verwaltung, die noch heute Zeugnis der industriellen Struktur ablegen.
Die Zeche wurde 1868 gegrundet und 1873 nach Otto von Bismarck benannt, wobei der Betrieb mit dem ersten Schacht begann. Der Bergbaubetrieb wuchs in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich an.
Der Bergbaubetrieb prägte das Gesicht des Stadtteils Bismarck durch den Bau von Wohnhäusern und sozialen Einrichtungen für die Arbeiter. Heute zeugen die erhaltenen Strukturen noch davon, wie eng Alltag und Bergbau miteinander verflochten waren.
Der Komplex liegt im Industriegebiet von Gelsenkirchen und ist am besten zu Fuss oder mit dem Fahrrad erreichbar. Besucher sollten angemessene Schuhe tragen, da das Gelande uneben ist und teilweise begrenzte Zugangsmoglichkeiten hat.
Die Zeche zahlte bis 1918 erhebliche Pachtzinse an den Herzog von Arenberg fur Abbaurechte, was die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Bergbaubetrieb und lokaler Aristokratie zeigte. Diese Zahlungsverhaltnisse sind ein seltenes Zeugnis fur die komplexen Eigentumsstrukturen des Ruhr-Bergbaus.
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