Haus Leythe, Mittelalterliche Wasserburg in Gelsenkirchen, Deutschland.
Haus Leythe ist eine abgegangene Wasserburg an der Middelicher Straße 72 in Gelsenkirchen-Erle, von der nur das Pächterhaus und das ehemalige Bauhaus erhalten sind. Das dreigeschossige Herrenhaus mit viergeschossigem Frontturm, das alte Abbildungen zeigen, ist verschwunden; das erhaltene Bauhaus stammt aus der Zeit um 1700 und enthält seltenes Ständerfachwerk, das 1992 mit Landesförderung restauriert wurde. Das Pächterhaus bewahrt seine zentrale Diele mit großem offenem Kamin und repräsentativem Treppenlauf mit Balusterbrüstung.
Haus Leythe wurde 1371 erstmals urkundlich erwähnt, als Winmar de Leyten, Richter zu Recklinghausen und Lehnsmann der Kölner Erzbischöfe, die Burg innehatte und das Vest Recklinghausen gegen Truppen der Grafschaft Mark verteidigte. Durch die Heirat mit der Erbtochter Jutta von Leythen fiel die Anlage 1377 an Dietrich von Backum, und um 1530 brachte die Erbtochter Anna von Backum sie in ihre Ehe mit Rötger von Ovelacker ein. 1707 vermachte Bernd Dietrich von Ovelacker sie Bertram Carl Graf von Nesselrode-Reichenstein, doch der Erbfall trat erst 1723 ein.
Der Name Leythe geht auf die Familie Leyten zurück, die die Burg seit 1371 als Lehnsleute der Kölner Erzbischöfe hielt. Im erhaltenen Pächterhaus sind eine zentrale Diele mit großem offenem Kamin und ein Treppenlauf mit Balusterbrüstung zu sehen; das Ständerfachwerk wurde 1992 mit Landesförderung restauriert. Geborgene Spolien des Renaissancebaus sind im Eingangsbereich des Club-Restaurants ausgestellt.
Das Gelande liegt in Gelsenkirchen-Ost und ist von einem funktionierenden Golfclub geprägt, daher ist es wichtig, die Regeln des Clubs zu beachten, wenn man die Gegend erkunden mochte. Der beste Zugang ist zu Zeiten außerhalb aktiver Spielstunden, um Sicherheit und Rücksicht auf die Golfaktivitäten zu gewährleisten.
Das erhaltene Pächterhaus von um 1700 bewahrt eine zentrale Diele mit großem offenem Kamin und repräsentativem Treppenlauf mit Balusterbrüstung. Im Inneren findet sich das im Ruhrgebiet seltene Ständerfachwerk, das 1992 mit Landesförderung restauriert wurde. Geborgene Werksteinfragmente des Renaissancebaus sind im Eingangsbereich des Club-Restaurants ausgestellt.
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