Propsteikirche St. Urbanus, Neugotische Pfarrkirche in Gelsenkirchen-Nord, Deutschland
Die Propsteikirche St. Urbanus ist eine Pfarrkirche im Gelsenkirchener Stadtteil Nord, die nach Plänen des Architekten Bernhard Hertel gestaltet wurde. Das Gebäude hat drei Schiffe, eine achteckige Hauptapsis, zwei Seitennischen und einen 48 Meter hohen Turm mit mehreren Kunstwerken im Inneren.
Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1019, doch das heutige Gebäude entstand zwischen 1890 und 1893 und kostete 300.000 Mark. Der zweite Weltkrieg verursachte schwere Schäden, die zu einem vereinfachten Wiederaufbau ohne den ursprünglichen Turmhelm zwischen 1946 und 1949 führten.
Der Name Urbanus verweist auf einen römischen Heiligen, der in der christlichen Tradition verehrt wird. Der Innenraum zeigt vier musikalische Engelfiguren und eine über 500 Jahre alte Pietà, die das Aussehen des Raumes prägen.
Das Gebäude bietet Platz für etwa 1.800 Besucher und enthält eine Orgel aus dem Jahr 1972 mit 50 Registern auf drei Manualen und Pedalen. Die Raumgröße und die vorhandene Orgel ermöglichen regelmäßige Gottesdienste und Musikveranstaltungen für die Gemeinde.
Das Gebäude wurde nach schwerer Kriegszerstörung mit vereinfachtem Dach wiederaufgebaut und verlor dabei seinen ursprünglichen spitzen Turmhelm. Diese Änderung ist bis heute sichtbar und erinnert an die Auswirkungen des Krieges auf die lokale Architektur.
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