Heddernheim, Wohnviertel in Frankfurt, Deutschland
Heddernheim ist ein Wohnviertel etwa sechs Kilometer nordwestlich des Frankfurter Zentrums, das sich entlang des westlichen Ufers der Nidda erstreckt. Das Gebiet kombiniert moderne Wohnkomplexe mit Grünflächen und beherbergt das Nordwestzentrum, eines der größten Einkaufszentren Deutschlands.
Das Areal entwickelte sich aus einer römischen Siedlung namens Nida, deren antike Kopfsteinpflaster-Überreste in mehreren Häusern der Gegend noch heute sichtbar sind. Diese antiken Wurzeln zeigen, wie lange menschliche Besiedlung an diesem Ort der Nidda bereits stattfindet.
Der Stadtteil ist seit 1849 Schauplatz des ältesten Straßenkarnevals in Hessen, der während der jährlichen Fasching-Feierlichkeiten über 100.000 Besucher anzieht. Diese Tradition prägt das Zusammenleben der Anwohner und macht die Gegend zu einem lebendigen Treffpunkt für das ganze Jahr hindurch.
Der Bezirk ist gut zu Fuß erkundbar und bietet neben dem großen Einkaufszentrum auch einen Wochenmarkt mit frischen Produkten und lokalen Spezialitäten. Die Nähe zur Nidda macht Spaziergänge entlang des Flusses zu einer angenehmen Option für Besucher.
Eine Kindertagesstätte, die von Friedensreich Hundertwasser entworfen wurde, steht im Viertel und zeigt seine charakteristische bunte und organische Architektur. Die Müllverbrennungsanlage des Ortes ist dagegen für sein riesiges Graffiti-Wandgemälde bekannt, das eine ganz andere künstlerische Seite des Viertels offenbart.
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