Fliegerhorst Büchel, Militärflugplatz in Büchel, Deutschland
Die Büchel Air Base ist ein militärischer Flugplatz der Luftwaffe in Büchel, einer Gemeinde in der Eifel nahe Cochem. Auf dem Gelände sind 46 Kampfflugzeuge vom Typ Panavia Tornado stationiert, und das Areal bietet Arbeitsplätze und Wohnraum für etwa 2000 Beschäftigte, darunter Soldaten beider Nationen und ziviles Personal.
Der Stützpunkt entstand 1955 als Teil der Wiederaufrüstung Westdeutschlands während des Kalten Krieges und wurde bald ein wichtiger Standort der NATO. Mit dem Ende der Ost-West-Spaltung änderte sich seine Aufgabe, doch die militärische Nutzung und die Bindung ans atlantische Bündnis blieben bestehen.
Das Gelände ist Standort von Soldaten und Zivilangestellten, die in einem gemeinsamen deutsch-amerikanischen Einsatzrahmen arbeiten. Diese Zusammenarbeit zeigt sich auch im Alltag der beiden Gruppen, die getrennte Unterkünfte nutzen, aber gemeinsame Bereiche für Arbeit und Versorgung teilen.
Der Zugang ist nur für autorisierte Personen gestattet, und eine zivile Besichtigung findet nicht statt. Wer in der Nähe unterwegs ist, sieht von außen die Landestreifen und einige Anlagen, muss aber Sicherheitszonen respektieren und darf das Gelände nicht betreten.
Unterhalb des Flugplatzes liegen Lagerbunker für Atomwaffen des Typs B61, die nur nach doppelter Freigabe durch deutsche und amerikanische Stellen einsatzbereit gemacht werden können. Dieses Verfahren der nuklearen Teilhabe ist eine Besonderheit innerhalb der NATO und sorgt seit Jahrzehnten für Debatten in der Öffentlichkeit.
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