Aachener Augenheilanstalt, ehemalige Fachklinik in Aachen
Die Aachener Augenheilanstalt ist ein Architekturmonument in Aachen, das Ende des 19. Jahrhunderts als spezialisiertes Augenkrankenhaus erbaut wurde und bis heute erhalten ist. Das Gebäude zeigt klassische Details wie Bogenfenster im unteren Geschoss, paarweise angeordnete Fenster oben und ein Mansarddach mit Dachgauben, während der Garten mit gewundenen Wegen und Bäumen den Patienten Ruhe bot.
Das Gebäude wurde 1888 eröffnet, nachdem die erste Augenklinik mit 26 Betten 1879 an anderer Stelle zu klein geworden war und bis zu 66 Patienten aufnehmen konnte. Während des Ersten Weltkriegs diente es als Kriegslazarett, bis es 1935 aufgegeben wurde und später als Jugendheim umgenutzt wurde.
Die Augenheilanstalt war über Jahrzehnte ein Zentrum medizinischen Austauschs in Aachen und spiegelt das Engagement der Stadt für medizinische Fortbildung wider. Die Ärzte trafen sich hier regelmäßig, um Wissen zu teilen und neue Methoden zu besprechen, was zeigt, wie sehr dieser Ort das Lernen und die Entwicklung der Augenheilkunde gefördert hat.
Der Besuch des ehemaligen Krankenhauses ist zu Fuß leicht erreichbar und die Außenseite kann von der Straße aus besichtigt werden, ohne dass eine besondere Berechtigung nötig ist. Es empfiehlt sich, die Details des Mauerwerks und der klassischen Architektur genauer anzuschauen, da viele feine Verzierungen leicht übersehen werden können.
Das Gebäude war eines der ersten modernen Augenkrankenhäuser im deutschsprachigen Raum und wurde speziell mit nach Norden ausgerichteten Räumen geplant, um Patienten mit Augenproblemen vor grelltem Sonnenlicht zu schützen. Diese durchdachte Konstruktion zeigt, wie sorgfältig Architekten damals das Wohlbefinden der Patienten in das Design einbezogen.
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