Alexianerkloster Aachen, Katholisches Kloster in Aachen, Deutschland
Das Alexianerkloster Aachen ist ein Kloster- und Krankenhauskomplex mit moderner Architektur, der 1929 nach Plänen des Architekten Wilhelm Pauen umgebaut wurde. Die Anlage liegt an der Alexianergraben und verbindet eine Kirche, Wohnräume und medizinische Einrichtungen in einem zusammenhängenden Gebäudeensemble.
Das Kloster wurde erstmals 1391 urkundlich erwähnt und erlangte während der Pestjahre Anerkennung, als die Brüder Kranke pflegten und Tote bestatteten. Diese medizinische Tätigkeit half der Institution, die französische Besatzung von 1795 bis 1815 zu überstehen, als viele andere Klöster aufgelöst wurden.
Das Klosteremblem zeigt einen Pelikan, einen Raben und einen Spaten - Symbole, die die Hingabe der Brüder für die Krankenpflege und ihre Bereitschaft zum Helfen widerspiegeln. Diese Darstellung ist in der täglichen Klosterikonographie sichtbar und prägt die visuelle Identität des Ortes.
Das Kloster bietet geführte Besichtigungen durch seine architektonischen Anlagen an und ist von außen einsehbar, wobei die Straße Alexianergraben einen direkten Zugang ermöglicht. Die Institution pflegt Archive zur regionalen Medizingeschichte, die für Interessierte zugänglich sind.
Das Kloster war während der französischen Besatzungszeit bemerkenswert, da seine medizinischen Dienste es vor der Auflösung bewahrten, die viele andere Klöster traf. Diese Ausnahmestellung machte es zu einer der wenigen religiösen Institutionen, die diesen turbulenten Zeitraum ohne Auflösung überstanden.
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