Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein, Gedenkstätte im Schloss Pirna-Sonnenstein bei Dresden, Deutschland
Das Sonnenstein Euthanasie-Zentrum ist eine Gedenkstätte im Schloss Pirna-Sonnenstein nahe Dresden, die an die Opfer des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms erinnert. Die Räume umfassen Dauerausstellungen, rekonstruierte Kellerräume und Archive mit Dokumenten, die das Geschehen der T4-Aktion nachvollziehbar machen.
Zwischen 1940 und 1941 wurde die frühere Heil- und Pflegeanstalt zur Mordstätte umfunktioniert, wo über 13.000 Menschen durch Gas getötet wurden. Nach Kriegsende nutzte man das Gebäude weiter als Klinik, bis in den 1990er Jahren die Aufarbeitung begann und die Gedenkstätte eingerichtet wurde.
Der Gedenkort trägt seinen Namen vom Schloss Sonnenstein, das seit Jahrhunderten über der Stadt thront und lange als Heilanstalt diente. Heute kommen Schulklassen und Besucher hierher, um in Ausstellungsräumen persönliche Briefe, Fotografien und Dokumente zu sehen, die von den Opfern erzählen.
Die Gedenkstätte liegt am Hang oberhalb von Pirna und ist vom Bahnhof aus zu Fuß über einen ansteigenden Weg erreichbar. Gruppenführungen können im Voraus gebucht werden, und die Ausstellungen sind für Einzelbesucher während der Öffnungszeiten zugänglich.
Sechzehn Gedenktafeln markieren den Weg vom Bahnhof Pirna hinauf zur Gedenkstätte und tragen Texte, die an einzelne Schicksale erinnern. Jede Tafel steht für sich und lädt Besucher ein, beim Gehen innezuhalten und über die Geschichte nachzudenken.
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