Michelstadt, Mittelalterliche Stadt im Odenwald, Deutschland
Michelstadt ist eine Kleinstadt im Odenwald in Deutschland, deren historisches Zentrum von Fachwerkhäusern und engen Gassen geprägt ist. Das Rathaus aus dem späten 15. Jahrhundert bildet den Mittelpunkt des Marktplatzes und zeigt gotische Architektur mit zwei markanten Türmen und offenen Arkaden im Erdgeschoss.
Das Gebiet erscheint in Urkunden des 8. Jahrhunderts als fränkischer Herrensitz, der später königlicher Besitz wurde. Im Mittelalter erhielt die Siedlung Stadtrechte und entwickelte sich zu einem Handelszentrum in der Region zwischen Rhein und Main.
Der Name der Stadt geht auf den Heiligen Michael zurück, dessen Verehrung sich in der örtlichen Kirche widerspiegelt, die Besucher beim Rundgang durch das Zentrum entdecken können. Viele Fachwerkhäuser tragen noch die ursprünglichen Inschriften ihrer Erbauer, und in den Höfen hinter den Hauptstraßen finden sich versteckte Gärten und kleine Werkstätten, die das Handwerk am Leben erhalten.
Der zentrale Marktplatz bietet einen guten Ausgangspunkt für Rundgänge, von dem aus die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar sind. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die gepflasterten Straßen uneben sind und einige Wege leicht ansteigen.
Eine romanische Basilika am Ortsrand stammt aus dem 9. Jahrhundert und gehört zu den wenigen erhaltenen Bauwerken aus der Karolingerzeit in Deutschland. Der Bau geht auf Einhard zurück, den Biographen Karls des Großen, der hier ein Kloster gründete und die Reliquien der Heiligen Marcellinus und Petrus unterbrachte.
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