Jadebusen, Bucht in Niedersachsen, Deutschland.
Die Jade ist eine Meeresbucht an der Nordseeküste von Niedersachsen, in die zwei Flüsse münden und die sich über eine Fläche von etwa 190 Quadratkilometern erstreckt. An der Westseite liegt der Hafen von Wilhelmshaven, der als einziger deutscher Tiefwasserhafen große Schiffe aufnehmen kann.
Zwei große Sturmfluten im frühen 13. Jahrhundert und zu Beginn des 16. Jahrhunderts vergrößerten die Bucht und zwangen die Bewohner zum Bau schützender Deiche. Diese Bauwerke prägten über Jahrhunderte hinweg die Entwicklung der Küstenregion und ermöglichten eine dauerhafte Besiedlung.
Der Name stammt vom gleichnamigen Fluss, dessen Lauf in früheren Jahrhunderten die Form der Meeresbucht prägte. An den Ufern lassen sich noch heute traditionelle Deichsiedlungen erkennen, deren Bauweise seit Generationen an die Bedingungen der Gezeiten angepasst ist.
Die Bucht ist über Straßen und Schienenwege von mehreren Orten aus zu erreichen, wobei die Küstenorte meist an klaren Tagen gute Sicht auf das Wasser bieten. Wer die Gegend erkundet, sollte Gezeiten und Wetterbedingungen im Blick behalten, da sich das Bild der Küste mit jeder Tide ändert.
Der Tidenhub erreicht hier mit 4,1 Metern den höchsten Wert an der gesamten deutschen Nordseeküste. Dieser Unterschied zwischen Ebbe und Flut lässt sich besonders deutlich bei Springflut beobachten, wenn das Wasser sich über weite Flächen zurückzieht und wieder heranströmt.
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