Schloss Marienburg, Neugotisches Schloss in Pattensen, Deutschland
Schloss Marienburg ist eine neugotische Vierflügelanlage, die zwischen 1858 und 1869 für König Georg V. von Hannover auf dem Marienberg südwestlich von Schulenburg, einem Ortsteil von Pattensen, als Sommerresidenz erbaut wurde. Der Bau aus hellem grauem Stein hat 130 Räume, einen hohen quadratischen Turm mit flachem Abschluss und Eckfialen, einen runden Turm mit Kegeldach am linken Ende und einen kleineren runden Turm am rechten Ende. Das Schloss steht auf 135 Metern Höhe auf einem bewaldeten Hügel über dem Leinetal.
König Georg V. von Hannover ließ das Schloss zwischen 1858 und 1867 als Geburtstagsgeschenk für seine Frau Marie errichten. Die Königin lebte aufgrund der Verbannung der Familie nie in dem Anwesen.
Der Name des Schlosses und der des Marienbergs gehen auf Königin Marie zurück, die beides am 14. April 1857 zu ihrem 39. Geburtstag geschenkt bekam. Königin Marie und ihre Tochter Mary bewohnten das Schloss von 1866 bis 1867. Rittersaal, Bibliothek und Kapelle werden in den Beschreibungen des Inneren besonders hervorgehoben.
Das Schloss bleibt bis 2030 für umfangreiche Renovierungsarbeiten geschlossen, wobei Besucher den Standort über den Bahnhof Nordstemmen erreichen können. Die Anlage liegt außerhalb des Ortskerns in erhöhter Lage über dem Leinetal.
Das Anwesen war ursprünglich als privater Rückzugsort für die Königin konzipiert, doch politische Ereignisse verhinderten ihre Ankunft vollständig. Die Silbermöbel im großen Saal stammen aus einer älteren Residenz und wurden in die neue Anlage übertragen.
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