Burg Calenberg, Mittelalterliche Wasserburg in Schulenburg, Deutschland
Die Burg Calenberg ist eine Ruine auf dem Calenberg, einer etwa 70 Meter hohen Kalkmergelbank zwischen ehemaligen Leinearmen bei Schulenburg, Pattensen. Die Anlage zeigt sich als ansteigender Wall aus grauem Stein und Erde mit Gestrüpp, nahe der Basis über dem Weg verläuft ein Streifen aus rotem Backstein. Rechts stehen schlanke Baumstämme vor der Steinmauer, in der eine schmale dunkle Öffnung liegt.
Herzog Otto der Strenge aus dem Haus der Welfen ließ Calenberg 1292 als Wasserburg auf der Kalkmergelbank zwischen zwei Leinearmen errichten. 1327 an den Ritter Konrad von Saldern verlehnt, fiel die Burg 1364 an Herzog Wilhelm zurück und diente ab 1371 als Sitz herzoglicher Vögte. 1432 wurde sie Residenz eines welfischen Herzogs; die unter Erich I. Anfang des 16. Jahrhunderts zur Festung umgebaute Anlage gab dem Fürstentum Calenberg den Namen.
Der Name Calenberg stammt vom mittelhochdeutschen und mittelniederdeutschen kal ab, was kahl oder unbewaldet bedeutet und sich auf die Kalkmergelbank bezog, die aus der Leineaue herausragte. Die Burg gab im 15. Jahrhundert dem welfischen Fürstentum Calenberg ihren Namen. Die 1327 gegründete Siedlung Lauenstadt hielt bis etwa 1900 Krammärkte mit offenen Ständen für Gegenstände des täglichen Bedarfs ab.
Die Ruine liegt westlich von Hannover und ist von außen sichtbar, aber der Zugang zum Inneren ist aus Gründen der Naturschutzbestimmungen begrenzt. Besucher sollten vorher überprüfen, welche Bereiche frei zugänglich sind.
Die Burg gab dem im 15. Jahrhundert zusammengefassten welfischen Fürstentum Calenberg seinen Namen. Das Wort Calenberg geht auf mittelhochdeutsch und mittelniederdeutsch kal für kahl oder unbewaldet zurück und bedeutet „kahler Berg“ – die Kalkmergelbank ragte unbewachsen aus der Leineaue.
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