Domäne Calenberg, Baudenkmal in Schulenburg, Deutschland
Die Domäne Calenberg ist ein ehemaliges Staatsgut an der Hauptstraße 1 in Schulenburg, bestehend aus barocken Fachwerk-Wirtschaftsgebäuden und einem in preußischer Zeit angebauten Haupthaus aus rotem Backstein. Das Haupthaus steht hinter einer weißen Mauer mit rundbogigem Steintor und hohen, schmalen Fenstern; ein schwarzer Metallzaun verläuft entlang der Straße.
Die ersten Wirtschaftsgebäude entstanden um 1660 als Wirtschaftshof für die wenige hundert Meter entfernte Burg Calenberg, von der das welfische Fürstentum Calenberg seinen Namen trug. Nach der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen 1866 ging die Domäne in preußischen Staatsbesitz über, und das Haupthaus aus rotem Backstein wurde als Domänenverwalterhaus angebaut. Aufgrund eines Vergleichs über die Fürstenenteignung nach 1920 kam das Gut an die Welfenfamilie zurück, die es in Hausgut Calenberg umbenannte. Von 1866 bis 1956 bewirtschaftete die Familie von Bandel die Domäne im Wege einer Erbpachtregelung.
Der Name Calenberg stammt von der wenige hundert Meter entfernten Burg Calenberg, dem Namensgeber des welfischen Fürstentums Calenberg. Von 1866 bis 1956 bewirtschaftete die Familie von Bandel die Domäne in Erbpacht; erster Pächter war der preußische Amtsrat Julius von Bandel (1847–1899), ihm folgte sein Sohn Hans. Julius und Hans von Bandel sind mit Familienangehörigen auf dem neuen Friedhof in Jeinsen bestattet.
Die Domäne liegt an der Hauptstraße 1 in Schulenburg, unmittelbar am Leine-Heide-Radweg, am Regionsring und am Welfenweg zwischen dem Rathaus in Pattensen und dem Schloss Marienburg. Das Gehöft umfasst rund vier Hektar, für den Weg zwischen den Gebäuden sollte man Zeit einplanen. Das Tor links am weißen Haupthaus ist von der Straße aus der deutlichste Orientierungspunkt.
Von 1866 bis 1956 wurde die Domäne in Erbpacht von der Familie von Bandel bewirtschaftet; erster Pächter war der preußische Amtsrat Julius von Bandel (1847–1899), ihm folgte sein Sohn Hans (1882–1963). Dessen einziger Sohn, Rittmeister Henning von Bandel, fiel 1944 im Zweiten Weltkrieg. Julius und Hans von Bandel sind mit Familienangehörigen auf dem neuen Friedhof in Jeinsen bestattet.
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