Blaues Wunder, Stahlhängebrücke in Dresden, Deutschland
Die Loschwitzer Brücke ist eine stählerne Hängebrücke über die Elbe in Dresden, die auf einer Spannweite von 280 Metern die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz miteinander verbindet. Die Fahrbahn bietet vier Fahrspuren für den Straßenverkehr sowie beidseitige Gehwege für Fußgänger und Radfahrer, während die Tragkonstruktion ohne Stützpfeiler im Fluss auskommt.
Die Ingenieure Claus Koepcke und Hans Manfred Krüger beendeten den Bau dieser stählernen Hängebrücke im Jahr 1893 nach mehrjähriger Planungs- und Bauphase. Während des Zweiten Weltkriegs blieb die Brücke erhalten, nachdem zwei Bürger die Zündkabel durchtrennten, die eine SS-Einheit zur Sprengung verlegt hatte.
Die Konstruktion trägt im Volksmund den Namen Blaues Wunder, eine Bezeichnung, die sich sowohl auf den hellblauen Anstrich als auch auf die damals neuartige Bauweise ohne Strompfeiler im Fluss bezieht. Spaziergänger und Radfahrer nutzen die Gehwege täglich als Verbindung zwischen den beiden Elbhängen und genießen dabei den freien Blick auf das Wasser.
Die Durchfahrt ist für Fahrzeuge bis 15 Tonnen freigegeben, während Fußgänger die Brücke über die Straßenbahnlinien 6 und 12 sowie die Buslinien 61, 63 und 65 erreichen können. Bei Wind kann die Konstruktion leicht schwingen, was jedoch zur Bauweise gehört und keine Gefahr darstellt.
Die ursprüngliche hellblaue Lackierung wurde gewählt, weil diese Farbe im späten 19. Jahrhundert als besonders haltbar galt und vor Rost schützen sollte. Heute bleibt der Anstrich erhalten und wird bei Sanierungen im gleichen Farbton erneuert, um das gewohnte Erscheinungsbild zu bewahren.
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