Türckische Cammer, Osmanische Kunstmuseum im Residenzschloss Dresden, Deutschland.
Die Türkische Kammer ist ein Museum mit etwa 600 Objekten aus dem Osmanischen Reich, das sich in der Dresdner Residenzschloss befindet. Die Sammlung zeigt Waffen, Reitausrüstung, Zelte und persönliche Gegenstände, die die militärische und höfische Kultur des Reiches dokumentieren.
Die Sammlung entstand im 16. Jahrhundert und wuchs stark unter Kurfürst August dem Starken, der gezielt Objekte durch Diplomatie und Käufe aus Istanbul erwarb. Diese Erwerbungen spiegeln das politische Interesse des sächsischen Hofes an den östlichen Großmächten dieser Zeit wider.
Die Sammlung zeigt die intensive Beziehung zwischen dem sächsischen Hof und dem Osmanischen Reich, die sich in den präsentierten Objekten widerspiegelt. Besucher können sehen, wie diese kulturelle Verbindung den Geschmack und die Kunstsammlungen der lokalen Herrscher geprägt hat.
Die Dauerausstellung umfasst 750 m² in einem Obergeschoss des Dresdner Residenzschlosses, erreichbar über Treppe oder Aufzug; die 600 Objekte verteilen sich auf mehrere thematische Abschnitte, für die man Zeit einplanen sollte. Das 20 Meter lange Zelt und die geschnitzten Pferde stehen im größten Saal.
Die ältesten osmanischen Bögen des Museums tragen noch ihre originale Bespannung und stammen aus dem Jahr 1586; damit ist dieser Bestand weltweit ohne Vergleich. Acht aus Holz geschnitzte Pferde in Originalgröße stehen unter den über 600 Exponaten, die auf 750 m² Dauerausstellung im Residenzschloss zu sehen sind.
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