Lengede, Gemeinde im Landkreis Peine in Niedersachsen
Lengede ist eine kleine Gemeinde im Bezirk Peine in Niedersachsen, die aus mehreren Ortschaften wie Barbecke, Broistedt, Klein Lafferde und Woltwiesche besteht. Die Siedlungen erstrecken sich über ein ruhiges Gelände mit offenen Feldern und kleineren Waldstücken, geprägt durch die Geschichte des Eisenerzabbaus und künstliche Seen, die einst als Wasserreservoirs für den Bergbau dienten.
Lengede war über Jahrzehnte hinweg ein bedeutendes Eisenerzabbau-Zentrum, wobei die Grube Mathilde eine zentrale Rolle spielte und künstliche Seen zur Wasserversorgung benötigte. Am 24. Oktober 1963 ereignete sich eine Katastrophe, als einer dieser Seen durchbrach und 79 Bergleute in der Mine einschloss; eine international beachtete Rettungsaktion mit Spezialbohrungen rettete elf Männer, aber 29 starben insgesamt.
Besucher können die ruhige Landschaft zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden und dabei alte Bergbau-Strukturen und künstliche Seen sehen, die die Geschichte des Ortes prägen. Die verschiedenen Ortschaften sind leicht erreichbar und bieten sich für Tagesausflüge an, insbesondere für Naturliebhaber, die ländliche Gegenden Deutschlands kennenlernen möchten.
Die 1963er Katastrophe wird als das 'Wunder von Lengede' bekannt, weil einige Bergleute länger als zwei Wochen unter der Erde überlebten, was damals die Medizin und Rettungstechniken verblüffte. Diese außergewöhnliche Geschichte machte Lengede weltweit bekannt und wird bis heute als Beispiel für Gemeinschaftskraft und Durchhaltevermögen in Krisensituationen erinnert.
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