Neues Palais, Barockpalast in Potsdam, Deutschland.
Das Neue Palais ist ein Barockschloss in Potsdam mit mehr als 200 Sälen und Zimmern, die mit Mineralien, Muscheln und Marmorelementen geschmückt sind und sich über drei verbundene Flügel erstrecken. Die Fassade erstreckt sich über eine Länge von etwa 220 Metern und wird durch eine zentrale Kuppel gekrönt, während die Räume im Inneren unterschiedliche Funktionen für Empfänge, Theater und königliche Wohnbereiche erfüllten.
Friedrich II. von Preußen ließ das Schloss zwischen 1763 und 1769 errichten, um nach dem Siebenjährigen Krieg die ungebrochene Stärke des Königreichs zu demonstrieren. Der Bau folgte auf den Frieden von Hubertusburg und diente weniger als ständige Residenz denn als repräsentatives Gästehaus für hochrangige Besucher.
Das Theater im Südflügel zeigt Aufführungen in seinem Originalsaal aus dem 18. Jahrhundert, wobei die historische Bühnenmaschinerie und die damalige Dekoration erhalten geblieben sind. Die Besucher können bei Vorstellungen nachempfinden, wie das Hofpublikum Opern und Schauspiele erlebte.
Der Zugang zum Gebäude ist täglich außer dienstags ab 10 Uhr möglich, wobei Führungen in mehreren Sprachen am Eingang angeboten werden. Die Gärten rund um das Anwesen lassen sich frei begehen und bieten zusätzliche Wege für einen längeren Aufenthalt.
Die Grottenhalle im Erdgeschoss enthält über 24.000 Muscheln, Mineralien und Edelsteine, die ihre Wände in kunstvollen Mustern bedecken. Die Materialien stammen aus Sammlungen, die über Jahrzehnte zusammengetragen wurden, und verleihen dem Raum ein schimmerndes, fast höhlenartiges Aussehen.
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