Freundschaftstempel, Klassischer Tempel im Park Sanssouci, Potsdam, Deutschland.
Der Tempel der Freundschaft ist ein klassisches Gebäude mit acht korinthischen Säulen, die eine flache Kuppel tragen und von Medaillons mit Darstellungen antiker Freundespaare geschmückt sind. Das kleine Heiligtum war als Denkmal gedacht und beherbergt im Inneren eine Statue aus Marmor.
Der preußische König Friedrich II. ließ diesen Tempel zwischen 1768 und 1770 als Andenken an seine verstorbene Schwester Wilhelmine errichten. Das Bauwerk entstand als Ausdruck der Trauer und Verehrung gegenüber einem engen Familienmitglied.
Die Marmorstatue der Prinzessin Wilhelmine im Inneren zeigt sie mit einem Buch in der Hand und verweist auf ihre Liebe zu Literatur und antiken Werken. Dieser Anblick vermittelt noch heute einen Eindruck davon, wie die Königsfamilie ihre Bewunderung für klassische Bildung ausdrückte.
Das Gebäude steht auf der Südseite der Hauptallee im Park und ist von hier aus leicht zu erreichen und zu besichtigen. Der freie Zugang ermöglicht einen Besuch zu jeder Zeit und ermöglicht es, das Innere und die Außenseite des Tempels ungestört zu erkunden.
Die Medaillons an den Säulen zeigen spezifische Paare aus der Antike wie Pylades und Orestes oder Euryalus und Nisos, die für klassische Freundschaft stehen. Diese Auswahl antiker Vorbilder verdeutlicht, dass das Denkmal nicht nur eine Trauer war, sondern auch ein Statement über die Werte des aufgeklärten Adels.
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