Kaiserbahnhof Potsdam, Ehemaliger kaiserlicher Bahnhof am Park Sanssouci, Potsdam, Deutschland
Der Kaiserbahnhof Potsdam ist eine ehemalige kaiserliche Bahnstation in der Stadt Potsdam neben dem Schlosspark Sanssouci, die mit englischen Landhauselementen und deutscher Architektur des Kaiserreichs gebaut wurde und hohe Fenster sowie symmetrische Flügel aufweist. Der Komplex umfasst das Hauptgebäude, historische Eisenbahnwagen und Nebengebäude, die zusammen ein geschlossenes Ensemble bilden.
Die Bahnstation wurde zwischen 1905 und 1909 unter der Herrschaft von Kaiser Wilhelm II. gebaut und diente als seine private Eisenbahnhaltestelle bis zu seiner Flucht ins Exil 1918. Nach diesem Datum durchlief das Gebäude mehrere Funktionswechsel und prägt heute das Gedächtnis an die späte kaiserliche Ära.
Das Gebäude steht neben dem Schlosspark Sanssouci und gehört zum UNESCO-Welterbe der Schlösser und Parks von Potsdam, wo es die kaiserliche Verkehrsinfrastruktur des frühen 20. Jahrhunderts zeigt. Heute können Besucher die Anlage als Teil dieser historischen Stätte erleben und sehen, wie der Ort in das größere Ensemble der königlichen Residenzen eingebunden ist.
Das Gelande ist heute für private Veranstaltungen und Konferenzen bei der Deutschen Bahn zu mieten und kann teilweise von außen besichtigt werden. Es ist am besten tagsüber zu besuchen, wenn die Anlage sichtbar ist und an den Außenbereichen entlanglaufen kann.
Während des Kalten Krieges von 1945 bis 1952 verband der Zug Blaue Express diese Station regelmäßig mit Moskau und transportierte sowjetische Offiziere zwischen den beiden Orten. Dies machte die Anlage zu einem wichtigen Schnittpunkt zwischen dem Westen und der Sowjetunion.
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