Ludendorff-Brücke, Eisenbahnbrücke in Deutschland
Die Ludendorff-Brücke war eine 325 Meter lange Eisenbahnbrücke aus Stahl, die zwischen Remagen und Erpel über den Rhein führte und drei Bögen mit steinernen Türmen an beiden Ufern hatte. Der Übergang verfügte über Laufstege neben den Gleisen, um Fußgängern einen sicheren Weg zu bieten.
Zwischen 1916 und 1919 errichteten deutsche Ingenieure diese Brücke, um Truppen schneller zur Westfront im Ersten Weltkrieg zu transportieren. Im März 1945 eroberten amerikanische Soldaten die intakte Struktur, die zehn Tage später zusammenbrach und 28 Ingenieuren das Leben kostete.
Die westlichen Türme beherbergen heute das Friedensmuseum, in dem Fotografien, Modelle und persönliche Gegenstände von Soldaten zu sehen sind. Besucher gehen oft die Rheinpromenade entlang und halten inne, um die steinernen Überreste zu betrachten.
Man erreicht die Ruinen über Fußwege entlang des Rheinufers in Remagen, wo Beschilderung die Geschichte erklärt. Das Museum in den alten Türmen ist ganzjährig geöffnet und bietet ruhige Bereiche zum Nachdenken ohne große Besuchermengen.
Während der Eroberung prallte eine etwa eine Tonne schwere deutsche Bombe von der Brückenfläche ab, ohne zu explodieren. Trotz Angriffen von Düsenflugzeugen und Raketen steht noch heute ein steinerner Bogen am östlichen Ufer und erinnert an die Zähigkeit der ursprünglichen Struktur.
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