Tollense, Fluss in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland.
Die Tollense ist ein Fluss in Mecklenburg-Vorpommern, der sich über etwa 96 Kilometer von der Mürzsee durch mehrere Seen bis zur Mündung in die Peene bei Demmin erstreckt. Der Wasserlauf wird von der Linde von Osten und der Malliner Wasser von Westen gespeist und trägt damit erhebliche Wassermengen durch die Landschaft.
Das Tollense-Tal war vor etwa 3300 Jahren Schauplatz einer der größten bekannten Auseinandersetzungen der Bronzezeit, bei der Krieger aus Mitteleuropa zusammenkamen. Seit 1996 haben Ausgrabungen Waffen, Werkzeuge und Überreste von etwa 140 Personen freigelegt, die Aufschluss über diese ferne Vergangenheit geben.
Der Fluss und sein Tal waren seit Jahrtausenden Lebensraum für Menschen und prägen bis heute die Landschaft der Region. Anwohner und Besucher schätzen die Auenlandschaften und Uferbereiche, die Erholungsmöglichkeiten bieten und Flora und Fauna beherbergen.
Der Fluss ist für Wanderungen und Bootsfahrten zugänglich, wobei die Ufer und Täler leicht erkundet werden können. Beste Zeit zum Besuchen sind Frühjahr bis Herbst, wenn Wege trocken und die Natur aktiv ist.
In der Nähe wurde ein prähistorisches Schlachtfeld entdeckt, das zeigt, dass mehrere tausend zentraleuropäische Krieger sich an diesem Ort trafen. Die Funde deuten darauf hin, dass es sich um eines der ältesten Beispiele für einen großen organisierten Krieg in Europa handelt, lange vor den klassischen Zivilisationen.
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