Hohentwiel, Vulkanberg mit Burgruine in der Hegau-Region, Deutschland.
Der Hohentwiel ist ein Berg vulkanischen Ursprungs im Hegau in Baden-Württemberg, Deutschland, dessen Gipfel auf 686 Metern Höhe die Überreste einer der größten Festungsruinen des Landes trägt. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen mit Toren, Türmen, Bastionen und tiefen Gräben, die teilweise in den harten Phonolith-Fels gehauen wurden.
Herzog Burchard III. von Schwaben ließ im Jahr 914 auf dem Berg eine erste Befestigung errichten, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer mächtigen Festung ausgebaut wurde. Während des Dreißigjährigen Krieges hielt sie mehreren Belagerungen stand und wurde erst 1800 auf Befehl Napoleons geschleift.
Der Name Hohentwiel stammt vermutlich aus dem Alemannischen und bedeutet so viel wie hoher Zweiberg, weil man früher zwei Gipfel sah. Heute führt ein Weg durch die alten Kasematten und über die weitläufigen Mauern, wo man nachvollziehen kann, wie Soldaten und Handwerker hier jahrhundertelang lebten und arbeiteten.
Der Aufstieg zur Festungsruine dauert etwa 30 bis 45 Minuten und führt über gut befestigte Wege, die an einigen Stellen steil werden. Bequemes Schuhwerk ist empfehlenswert, da viele Stufen und unebene Passagen zu bewältigen sind.
Der Gipfel ragt wie eine Insel aus der flachen Umgebung und ist an klaren Tagen schon von weitem sichtbar, weil die dunkle Phonolith-Kuppe steil über den Bodensee und das Alpenvorland aufragt. Von oben sieht man bei gutem Wetter nicht nur den See, sondern auch mehrere andere erloschene Vulkankegel im Hegau.
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