Drachenfels, Gipfel in Siebengebirge, Deutschland
Drachenfels ist ein erloschener Vulkangipfel aus Trachyt bei Königswinter, der sich 321 Meter über dem Rheintal erhebt. Auf der Kuppe stehen die Reste einer mittelalterlichen Festung, die man über einen steilen Wanderweg oder mit der Zahnradbahn erreicht.
Erzbischof Arnold I. von Köln begann die Burg nach 1138 und stellte sie um 1167 fertig; sie sicherte das Kölner Gebiet gegen Angriffe aus dem Süden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie 1634 geschleift und nicht wieder aufgebaut; erhalten sind der dreistöckige Bergfried und ein Mauerstück mit dem „Kölner Fenster“. Der seit römischer Zeit belegte Trachytabbau unterhöhlte Teile der Ruine.
Der Name leitet sich von den Drachen ab, die hier der Sage nach ihr Unwesen trieben, bevor Siegfried kam und einen von ihnen erschlug. Heute kommen viele Wanderer, um die Burgruine zu besichtigen und den Blick auf den Fluss zu genießen.
Der Aufstieg zu Fuß dauert etwa eine halbe Stunde auf einem Pfad mit mehreren Kurven und Steigungen. Wer die Zahnradbahn nimmt, fährt bequem in wenigen Minuten nach oben und kann sich die Kraft für den Rückweg sparen.
An den Hängen wachsen Riesling-Reben, die hier die nördlichste Weinlage im Rheintal bilden. Die Ernte erfolgt von Hand auf den terrassierten Flächen, da Maschinen auf dem steilen Gelände nicht eingesetzt werden können.
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