Autobahnmeisterei Oelde, Straßenmeisterei an der BAB 2 nahe der Stadt Oelde in Nordrhein-Westfalen
Die Autobahnmeisterei Oelde ist ein Straßenunterhaltsdepot in Nordrhein-Westfalen, das sich unweit der Autobahn BAB 2 befindet und aus mehreren roten Ziegelbauwerken besteht. Der Komplex umfasst Bürogebäude, eine Arbeiterhalle für Werkzeuge und Ausrüstungen sowie ein Lagergebäude für Splitt und Kies.
Das Depot wurde am 29. September 1938 eröffnet und entstand nach Überlegungen, ob die Anlage in Beckum oder Oelde entstehen sollte. Die Wahl fiel auf Oelde wegen geeigneterer Bodenbedingungen, und zwischen 1939 und 1940 kamen weitere Gebäude hinzu, gefolgt 1942 durch einen hohen Silo für Splitt und Schotter.
Die Autobahnmeisterei spiegelt eine funktionale Architektur wider, die bewusst mit dem ländlichen Baustil der Region verbunden wurde. Die Ziegelbauweise und die Hofanlage mit mehreren separaten Gebäuden erinnern an traditionelle Bauernhöfe der Gegend und zeigen, wie staatliche Infrastruktur sich damals in die Landschaft einfügen sollte.
Das Gelände ist aktiv als Straßenunterhaltsstelle in Betrieb und ein Teil davon ist als Kulturdenkmal geschützt. Besucher können eine kleine Ausstellung mit historischen Werkzeugen und Geräten besichtigen sowie einen funktionierenden Luftschutzbunker aus der Bauzeit sehen.
Das Gelände enthält noch immer einen funktionsfähigen Luftschutzbunker aus der Zeit der Erbauung sowie ein kürzlich restauriertes Gemälde aus der Originalperiode. Ein kleines Museum bewahrt historische Straßenschilder aus den 1950er Jahren, die von Hand gemalt waren und den Wandel der Verkehrssicherheit dokumentieren.
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