Bastion von Schönborn, Festungsblockhaus in Mainz-Kastel, Wiesbaden, Deutschland
Die Bastion von Schönborn ist ein wiederaufgebautes Blockhaus, das als Vorwerk der Reduit-Festung in Mainz-Kastel am rechten Rheinufer steht. Sie wurde zwischen 1830 und 1834 zeitgleich mit der Reduit errichtet und schützte die südöstliche Flanke der Befestigung und der Schiffsbrücke. Der zweigeschossige Bau beherbergt heute ein Restaurant mit Terrasse und im ersten Stock das Flößerzimmer, eine Museumsstube zum Flößerhandwerk.
Die Bastion wurde zwischen 1830 und 1834 zeitgleich mit der Reduit der Mainzer Bundesfestung als Vorwerk errichtet, das die südöstliche Flanke der Befestigung und der Schiffsbrücke schützte. Ab 1861 diente sie kurzzeitig als Anlegestelle für die Trajektboote der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde sie in den 1950er Jahren wieder hergerichtet; 1998 erwarb die Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel das Areal der Reduit.
Das Lokal nutzt die historischen Räume auf besondere Weise, wobei unterschiedliche Bereiche wie die Domstube und die Zunftstube regionale und mediterrane Küche bieten. Besucher erleben dabei das Zusammenspiel von Architektur und moderner Gastlichkeit in den alten Mauern.
Der Ort liegt direkt an der Rheinuferstraße und ist gut zu erkennen, mit einem großzügigen Außenbereich für warme Tage. Ein Strand-ähnlicher Bereich daneben ermöglicht es, während man sitzt den Fluss und die vorbeifahrenden Schiffe zu beobachten.
Die Bastion ist nach Johann Philipp von Schönborn (1605–1673) benannt, dem Mainzer Erzbischof, der nach dem Dreißigjährigen Krieg die frühere Mainzer Schiffsbrücke errichten ließ – nicht nach dem Fürstbischof des 18. Jahrhunderts. Ab 1861 diente sie kurzzeitig als Anlegestelle für die Trajektboote der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt.
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