Rheinbrücke Karls des Großen, Holzbrücke in Mainz, Deutschland
Die Rheinbrücke Karls des Großen war eine hölzerne Konstruktion, die Mainz und Kastel über den Rhein miteinander verband und etwa 750 Meter lang war. Sie ruhte auf steinernen Pfeilern, die als Fundament dienten und später noch lange Zeit in den Fluss hineinragten.
Der Herrscher ließ die Brücke zwischen 803 und 813 errichten und nutzte dabei die Überreste einer früheren römischen Brücke aus der Zeit vor dem 5. Jahrhundert. Das Bauwerk sollte eine wichtige Verkehrsverbindung schaffen und die Regionen auf beiden Seiten des Flusses verbinden.
Die Brücke trug den Namen des Herrschers, der sie errichten ließ, und war für die Bewohner Mainzs ein Symbol der Verbindung zwischen den Ufern. Über Jahrhunderte hinweg prägte sie das Bild der Stadt und wurde zu einem Wahrzeichen der Region.
Der Brückenstandort liegt im Zentrum Mainzs und war leicht zu Fuß erreichbar, wobei die Querung des Flusses zu Zeiten großer Wassermengen schwierig sein konnte. Die steinernen Pfeiler boten Ankerpunkte für Mühlenschiffe und andere Wasserfahrzeuge, die den Fluss nutzten.
Die Brücke brannte 813 in Flammen auf, möglicherweise durch Fährleute in Brand gesetzt, die um ihre wirtschaftliche Existenz fürchteten. Dieses Ereignis führte dazu, dass ein Wiederaufbau aus Stein in Betracht gezogen wurde, was den langen Weg zu moderneren Brückenkonstruktionen kennzeichnete.
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