Bonjour Tristesse, Mehrfamilienhaus in Schlesisches Tor, Kreuzberg, Deutschland.
Bonjour Tristesse ist ein siebenstöckiges Wohngebäude an der Schlesischen Straße in Kreuzberg mit einer markanten geschwungenen Fassade und einem strikten Fensterrhythmus. Die Erdgeschosse beherbergen Läden und Gewerberäume, während die oberen sechs Ebenen insgesamt 46 Wohneinheiten mit zentralem Erschließungssystem enthalten.
Der portugiesische Architekt Álvaro Siza Vieira gestaltete diese Wohnanlage 1980 als Beitrag zur Internationalen Bauausstellung Berlin 1987. Das Projekt war Teil eines größeren Impulses zur Stadterneuerung in dem damals als problematisch geltenden Bezirk.
Das Gebäude wurde ursprünglich als Wohnraum für Familien aus verschiedenen Herkunftsländern konzipiert und spiegelt Berlins Ansatz wider, Wohnungen für Menschen aus unterschiedlichen Gemeinschaften bereitzustellen. Die Bewohner prägen die Nachbarschaft durch ihre Alltagspräsenz und machen sie zu einem Ort echter Vielfalt.
Das Gebäude liegt direkt an einer belebten Straße mit guter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und angrenzenden Geschäften. Als aktive Wohnsiedlung ist es von außen einsehbar, aber die Privatsphäre der Bewohner sollte respektiert werden.
Der Name stammt von einem Graffiti aus den 1980er Jahren auf der oberen Fassade, das der Architekt bewusst bewahrte, statt es zu übermalen. Diese Entscheidung machte die Straßenkunst zum dauerhaften Teil des Gebäudes.
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