Opernhaus Wuppertal, Opernhaus in Wuppertal, Deutschland
Das Opernhaus Wuppertal ist ein Theaterbau im Zentrum von Wuppertal-Barmen, ursprünglich von Carl Moritz als Stadttheater Barmen entworfen. Das Äußere verbindet neobarocke und Jugendstil-Elemente, während das nach 1943 wiederaufgebaute Innere die Ästhetik der 1950er Jahre mit zwei Rängen statt der ursprünglichen vier zeigt. Der Komplex wurde in den 1970er Jahren erweitert und von 2006 bis 2009 grundsaniert.
Das Gebäude wurde 1905 erbaut und prägte seitdem das Kulturleben der Stadt mit seinen Opern- und Theateraufführungen. Im Zweiten Weltkrieg erlitt es schwere Bombenschäden, wurde aber in den 1950er-Jahren sorgfältig wiederaufgebaut und öffnete danach erneut für Publikum.
Seit 1974 ist das Haus neben dem Elberfelder Schauspielhaus auch Spielstätte des Tanztheaters von Pina Bausch. Zu dessen Stücken gehören Frühlingsopfer (1975), getanzt auf einer mit Erde bedeckten Bühne, Café Müller (1978) und Kontakthof (1978), aufgeführt von einem Ensemble im Alter von 58 bis 77 Jahren. Das Theater ist zudem für Wiederaufnahmen von Opern abseits des gängigen Repertoires bekannt.
Der Ort liegt zentral in Wuppertal und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Besucher sollten sich vor ihrem Besuch über das aktuelle Programm informieren, da die angebotenen Produktionen je nach Saison und Verfügbarkeit variieren.
Die benachbarte Station der Schwebebahn heißt Adlerbrücke, ein vom Gebäude übernommener Name, der nur als örtlicher Zusatz dient und in Fahrplanmedien nicht konsequent verwendet wird. Beim Hochwasser 2021 standen die komplette Unterbühne mit Orchestergraben, Bühnentechnik, Elektrik und Belüftung anderthalb Meter unter Wasser; der Schaden wurde auf sechs bis 10 Millionen Euro geschätzt.
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