Staatsschauspiel Dresden, Staatstheater in Wilsdruffer Vorstadt, Dresden, Deutschland
Das Staatsschauspiel Dresden ist ein Theater an der Ostra-Allee gegenüber dem Zwinger, erbaut 1911 bis 1913 von William Lossow und Max Hans Kühne im Stil des Neubarocks und Jugendstils. Die helle Steinfassade trägt die Inschrift „STAATSSCHAUSPIELHAUS“ unter einem geschwungenen Giebel mit drei Skulpturen; der Zuschauerraum fasst 1312 Plätze und wird von einer bemalten Kuppel mit Kristallleuchter überspannt.
Das Dresdner Bürgertum gründete 1909 einen Theaterverein, der rund 2,7 Millionen Mark für den Bau aufbrachte, den William Lossow und Max Hans Kühne 1911 bis 1913 errichteten. Am 13. September 1913 eröffnete das Neue Königliche Schauspielhaus mit Webers Jubelouvertüre und Kleists Robert Guiskard. Bei den Luftangriffen im Februar 1945 zerstört, wurde es binnen drei Jahren wiederaufgebaut und als erstes deutsches Theater der Nachkriegszeit wiedereröffnet.
Der Name des Hauses geht auf seinen Träger zurück, den Freistaat Sachsen, der es innerhalb der Sächsischen Staatstheater unterhält. In der Spielzeit 2024/25 gehören 44 Schauspielerinnen und Schauspieler fest zum Ensemble; 210.000 Besucher kamen zu den Vorstellungen, was einer Platzausnutzung von 75,6 Prozent entspricht. Neben dem Schauspielhaus dient das Kleine Haus als Studio- und Nebenspielstätte.
Das Schauspielhaus steht an der Ostra-Allee direkt gegenüber dem Zwinger, wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt. Das enge Grundstück zwischen den Nachbargebäuden ließ keine Seiten- und Hinterbühne zu, daher liegt die Bühnentechnik im Hauptbau. Das Kleine Haus ist die zweite Spielstätte des Staatsschauspiels.
Bei jedem Luftalarm im Februar 1945 fuhr Maschinenmeister Franz Lommatzsch die hydraulischen Bühnenpodien in die unterste Stellung, sodass ein Großteil der Bühnentechnik die Zerstörung des Zuschauerraums überstand.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.947 Mitwirkenden weltweit.