Wallgrabenbrücke, Holzbrücke an der Festung Dresden, Deutschland
Die Wallgrabenbrücke ist eine Holzbrücke über einen Festungsgraben im Dresdner Schloss und verbindet zwei Bereiche der Festungsanlage. Sie misst 32 Meter Länge und 5,5 Meter Breite und überbrückt damit einen wesentlichen Zugang zur Festung.
Der Bau begann 1718 unter der Leitung von Minister August von Wackerbarth als schmale Holzstruktur, die im Kriegsfall schnell abgebaut werden konnte. Nach der Bombardierung Dresdens 1945 wurde sie mehrfach rekonstruiert und bleibt heute noch in Funktion.
Die Brücke war ein diskreter Ausweg für königliche Kutschen, die ins Umland führten und zeigten damit die Mobilitätsbedürfnisse des Dresdner Hofes. Sie spiegelte die Verbindung zwischen der Festung und dem ländlichen Raum wider.
Die Brücke ist für Fußgänger zugänglich und ein wichtiger Durchgang durch die Festungsanlage mit moderaten Schwellungen und ebenem Belag. Da sie sich in einem historischen Areal befindet, sollte man sich bewusst machen, dass die Bedingungen unterschiedlich sein können und angepasstes Schuhwerk sinnvoll ist.
Im Gegensatz zu dem ursprünglichen Entwurf des Architekten Matthäus Pöppelmann aus Stein war diese Holzkonstruktion bewusst für schnellen Abbau in Kriegszeiten konzipiert. Dies ermöglichte es der Festung, sich schnell gegen Angreifer zu verteidigen, indem der Zugang über den Graben blockiert wurde.
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