Cholerabrunnen, Neugotischer Brunnen in Dresden, Deutschland
Der Cholerabrunnen ist ein Brunnen im gotischen Revivals-Stil mit einem achteckigen Granitbecken und einer zentralen Spitze. Das Bauwerk wird von einem Sandsteinkrusifixteil gekrönt und wirkt wie ein steinerner Zeitpunkt im Stadtbild.
Ein Mäzen namens Freiherr Eugen von Gutschmid ließ den Brunnen zwischen 1842 und 1846 bauen, um Dresdens Befreiung von einer schweren Cholera-Epidemie zu feiern. Der Ursprungsentwurf stammte von Gottfried Semper, einem der bedeutendsten Architekten der Stadt.
Der Brunnen zeigt vier religiöse Figuren an den Himmelsrichtungen: Wittekind, Bonifatius, Johannes der Täufer und Elisabeth von Thüringen. Jede Figur trägt biblische Inschriften, die Besucher beim Umrunden des Brunnens entdecken können.
Der Brunnen steht an der Kreuzung von Sophienstrasse und Kleine Brüderstrasse in der Nähe des Taschenbergpalais. Der Ort ist zu Fuß leicht zu erreichen und bietet einen ruhigen Platz zum Verweilen inmitten der historischen Altstadt.
Der Brunnen wurde 1892 vom Bildhauer Franz Schwarz komplett neu aufgebaut, nachdem das Material verwittert war. Trotz dieser umfangreichen Rekonstruktion behielt man Sempers ursprüngliche Gestaltung bei und bewährte so das historische Aussehen.
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