Kartause Marienau, Kartäuserkloster in Bad Wurzach, Deutschland.
Die Kartause Marienau ist ein Kartäuserkloster in Bad Wurzach, Baden-Württemberg, das aus einem großen Gebäudekomplex mit zwei Kreuzgängen, Mönchszellen, Werkstätten, einem Gutshof und einem Gästehaus besteht. Der gesamte Komplex ist von einer Umfassungsmauer umgeben und zeigt gelbe Außenwände, rote Ziegeldächer und hölzerne Balkendecken.
Die Kartause Marienau wurde 1964 gegründet, als die Kartause Maria Hain in Düsseldorf wegen des Ausbaus des dortigen Flughafens ihren Standort aufgeben musste. Die Mönche zogen nach Bad Wurzach und errichteten dort einen neuen Klosterkomplex, der heute das einzige aktive Kartäuserkloster in Deutschland ist.
Die Kartäusermönche leben in strenger Stille und verbringen den größten Teil des Tages allein in ihren Zellen, wo sie beten, lesen und arbeiten. Nur zu bestimmten Gottesdiensten und gemeinsamen Mahlzeiten kommen sie zusammen, was dem Ort eine spürbare Ruhe verleiht.
Das Kloster liegt in einer ruhigen ländlichen Gegend außerhalb von Bad Wurzach und ist am besten mit dem Auto zu erreichen. Da die Mönche ein zurückgezogenes Leben führen, ist der Zugang zum Innenbereich sehr begrenzt, und Besuche sollten im Voraus angekündigt werden.
Die meisten Kartausen beherbergen 12 Mönche, doch Marienau ist eine sogenannte Doppelkartause und bietet Platz für 24. Damit ist sie eine der wenigen Kartausen dieser Größe weltweit und die einzige in Deutschland.
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