Kiesgrube Aitrach, Naturschutzgebiet in Aitrach, Deutschland.
Kiesgrube Aitrach ist ein 13,4 Hektar großes Naturschutzgebiet südwestlich der Wohnbebauung von Aitrach, auf 591 bis 610 Metern Höhe. Zwei geflutete Baggerseen von etwa 2,5 und 2 Hektar Fläche sind bis zu 12 Meter tief. Steile bewaldete Wände umgeben sie, in der Mitte liegt eine von Weiden besiedelte Rohkiesfläche, im Westen ein Sekundärwald mit hohem Biotopholzanteil.
Der Kiesabbau endete hier, als das Gebiet am 17. Oktober 2007 vom Regierungspräsidium Tübingen zum Naturschutzgebiet erklärt wurde (NSG-Nr. 4.318). Das Schutzgebiet umfasst 13,4 Hektar, weniger als die 1997 geplanten 24,2 Hektar, da ein Teil an ein Sport- und Freizeitgelände verloren ging. Die gefluteten Baggerseen wurden der ungestörten Entwicklung überlassen.
Der Name stammt von der Kiesgrube, die hier betrieben wurde; heute ist das Gebiet ein Naturschutzgebiet, in dem der ehemalige Abbaubereich sich selbst überlassen bleibt. Besucher kommen zur Vogelbeobachtung und zu den beiden grundwassergespeisten Seen, die selbst in strengen Wintern weitgehend eisfrei bleiben.
Das Schutzgebiet liegt südwestlich der Wohnbebauung von Aitrach und der Turn- und Festhalle auf 591 bis 610 m ü. NN. Es endet unmittelbar am Südufer des südlichen Baggersees; der südliche Hang wurde ausgenommen, weil dort die Trasse für den Neubau der Landesstraße 314 geplant ist. Baden, Lagerfeuer und Motorroller sind verboten, solche Nutzungen stören das Brutverhalten der Vögel.
Die beiden Seen werden vom zweitgrößten Grundwasserstrom Baden-Württembergs durchflossen, der die mit Kies gefüllte Tiefe-Aitrach-Rinne mit 20 bis 30 Metern pro Tag passiert. Durch diesen ständigen Wasseraustausch gehören sie im Sommer zu den kältesten und im Winter zu den wärmsten Seen des Landes und bleiben auch in strengen Wintern weitgehend eisfrei.
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