Schloss Moritzburg, Barockschloss in Zeitz, Deutschland
Schloss Moritzburg ist ein Barockschloss in Zeitz, das von 1657 bis 1667 als dreiflügelige Anlage mit einem Turm in der Mitte des Hauptflügels anstelle einer mittelalterlichen Bischofsburg errichtet wurde. Seine hellgelben Steinmauern und roten Ziegeldächer umschließen einen rechteckigen Hof, mit einer dunklen Kuppel und Laterne auf einem quadratischen Turm an einem Ende und einem niedrigeren roten Kegeldach auf einem runden Eckturm. Der Dom auf dem Gelände wurde zur Schlosskirche umgebaut.
Eine 976 dem Bischof von Zeitz geschenkte Königspfalz wurde 1657 bis 1667 nach Plänen Johann Moritz Richters als Residenz des Herzogtums Sachsen-Zeitz neu errichtet. An die Stelle der mittelalterlichen Bischofsburg trat eine Dreiflügelanlage mit Turm in der Mitte des Hauptflügels, der Dom wurde zur Schlosskirche umgebaut, und ein Befestigungsring nach dem Bastionärsystem mit kasemattierten Schanzen und monumentalem Torhaus entstand. Nach dem Erlöschen der Linie Sachsen-Zeitz fiel das Schloss 1718 an Kursachsen, 1815 an Preußen.
Der Dom auf dem Gelände wurde zur Schlosskirche umgebaut, ihre Krypta dient als Grablege der Herzöge von Sachsen-Zeitz. Zum höfischen Bereich gehörten einst Lustgärten, eine Reitbahn, eine Menagerie und Orangerien. Seit 1931 beherbergt das Schloss ein Museum, heute mit sieben Dauerausstellungen, darunter das Deutsche Kinderwagen-Museum.
Das Museum im Hauptgebäude bewahrt rund 250.000 Objekte, darunter das Deutsche Kinderwagen-Museum und historische Möbel von der Renaissance bis zum 19. Jahrhundert. Im Torhaus befinden sich die Druckkunst-Sammlung Johannes Lebek und die Bibliothek der Lutheriden-Vereinigung. Der für die Landesgartenschau 2004 umgestaltete Schlosspark liegt jenseits des Floßgrabens und umfasst einen japanischen Garten am Zugang von der Albrechtstrasse.
Der Dom St. Peter und Paul steht auf dem Schlossgelände und wurde zur Schlosskirche umgebaut; eine Krypta dient als Grablege der Herzöge von Sachsen-Zeitz. Das Museum im Hauptgebäude bewahrt rund 250.000 Sachzeugen auf, darunter das Deutsche Kinderwagen-Museum und eine Sammlung historischer Möbel von der Renaissance bis zum 19. Jahrhundert.
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